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Erasmus+: Fair Play for Europe

Sport als Raum für Demokratie und Inklusion (Erasmus+ Gruppenmobilität in Posen)

Die Erasmus+-Gruppenmobilität „Fair Play for Europe – Sport als Raum für Demokratie und Inklusion“ brachte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11 aus Deutschland und Polen vom 07.-12.06.2026 zu einer gemeinsamen Projektwoche in Posen zusammen. Gefördert wurde das Projekt durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union und verfolgte das Ziel, europäische Zusammenarbeit, demokratische Werte und inklusive Bildung durch den verbindenden Kontext Sport zu stärken.

Im Mittelpunkt stand die Idee, Sport als gemeinsamen Erfahrungsraum zu nutzen, der kulturelle und sprachliche Unterschiede überwindet und Begegnung auf Augenhöhe ermöglicht. Sport wurde dabei bewusst als „Brücke“ eingesetzt, um zentrale europäische Werte wie Fairness, Respekt, Mitbestimmung und Verantwortung erlebbar zu machen.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war der Vergleich unterschiedlicher Sportverständnisse in Deutschland und Polen. Während an der polnischen Partnerschule leistungsorientierter Vereinssport eine große Rolle spielt, steht am Scharnhorstgymnasium stärker der pädagogische, soziale und gesundheitsfördernde Charakter von Sport im Vordergrund. Diese unterschiedlichen Perspektiven boten zahlreiche Anlässe für Austausch, Diskussion und gemeinsames Lernen.

In deutsch-polnischen Arbeitsgruppen analysierten die Teilnehmenden Alltagssituationen aus Schule und Sport, in denen Fairness, Teilhabe oder respektvolles Verhalten herausgefordert werden. Auf dieser Grundlage entwickelten sie gemeinsam Regeln und Ideen für einen fairen und inklusiven Umgang im Sport. Die Ergebnisse wurden digital dokumentiert und präsentiert und in gemeinsamen Handlungsempfehlungen für Fair Play zusammengeführt, die perspektivisch an beiden Schulen Anwendung finden sollen.

Ein besonderes Highlight der Mobilität war das gemeinsame Sporttreiben, bei dem die erarbeiteten Prinzipien direkt in der Praxis angewendet und anschließend reflektiert wurden. So konnten demokratische Teilhabe und Fair Play nicht nur theoretisch erarbeitet, sondern unmittelbar im gemeinsamen Handeln erlebt werden.

Darüber hinaus trug das Projekt zur Stärkung interkultureller Kompetenzen, der Fremdsprachenkompetenz (Englisch als Projektsprache) sowie digitaler Fähigkeiten bei. Die Zusammenarbeit in internationalen Gruppen und die gemeinsame digitale Dokumentation der Ergebnisse förderten moderne, kompetenzorientierte Lernprozesse.

Im Rahmen der Erasmus+-Akkreditierung des Scharnhorstgymnasiums leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu den Schulentwicklungszielen in den Bereichen Demokratiebildung, Digitalisierung und Internationalisierung. Es unterstützt damit nachhaltig die Zielsetzung, Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten, offenen und demokratisch handelnden europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln.

Insgesamt war die Mobilität eine sehr bereichernde Erfahrung, die sportliche, soziale und interkulturelle Lernprozesse sinnvoll miteinander verbunden und nachhaltige Begegnungen zwischen den Partnerschulen ermöglicht hat.

Text: T. Allnoch / Bilder: T. Allnoch