Vom 12. bis 19. März 2026 waren wir für unseren Spanisch-Austausch im Rahmen von Erasmus+ in Oyón im Baskenland: Eine Woche voller neuer Eindrücke, lustiger Momente und spannender Erfahrungen.
Los ging es sehr früh morgens ab Hildesheim Richtung Düsseldorf. Während der Sicherheitskontrolle sorgte ein Probealarm dafür, dass plötzlich alle technischen Geräte gleichzeitig losgingen, ein unerwarteter witziger Moment. Nach dem Flug nach Bilbao und der Weiterfahrt nach Logroño wurden wir von unseren Gastfamilien herzlich empfangen und verbrachten den ersten Abend damit, anzukommen.
Am Freitag bekamen wir einen Einblick in den spanischen Schulalltag, der sich in einigen Punkten von unserem unterscheidet. Vor allem ist uns der Unterschied zwischen den mündlichen und schriftlichen Leistungsbewertungen aufgefallen. Danach gingen wir gemeinsam von Oyón nach Logroño und liefen so auch einen kleinen Teil des Jakobswegs. In Logroño haben wir zusammen Crêpes gegessen, Zeit in der Stadt verbracht und den Nachmittag entspannt ausklingen lassen. Am Abend trafen sich viele von uns noch einmal in Oyón, um gemeinsam Zeit zu verbringen.
Das Wochenende war für viele ein echtes Highlight. In kleineren Gruppen oder mit den Gastfamilien wurden Ausflüge gemacht, Städte erkundet und gemeinsam Zeit verbracht – einige waren zum Beispiel in Viana, Yekora oder Pamplona unterwegs, besuchten Burgen, gingen shoppen oder lernten mehr über spanische Traditionen. Für mich persönlich war besonders das Familienleben eindrucksvoll: Am Sonntag waren wir bei der Oma meines Austauschpartners eingeladen, wo uns ein aufwendiges Fünf-Gänge-Menü zubereitet wurde. Dieses gemeinsame Essen und die Selbstverständlichkeit, mit der sich alle dafür Zeit nehmen, waren eine besondere Erfahrung und wird immer in Erinnerung bleiben.
Am Montag haben wir gemeinsam traditionell baskische Sportarten kennengelernt und in Teams gegeneinander gespielt, unter anderem auch Pelota. Anschließend besuchten wir ein Weingut, wo uns die Herstellung erklärt wurde und wir im Anschluss Traubensirup und frisches Olivenöl probieren durften. Später konnten wir uns noch im Padel ausprobieren und gegeneinander spielen. Abends haben wir uns wieder alle in Oyón getroffen.
Der Dienstag war für viele eines der Highlights in der Woche, gemeinsam fuhren wir nach Bilbao. Trotz eines Streiks, durch den viele Geschäfte geschlossen waren, konnten wir das Guggenheim-Museum Bilbao mit den vielen spannenden Ausstellungsstücken besuchen. Dort sind viele coole Fotos entstanden, und auch die Stadt selbst war sehr beeindruckend.
Am Mittwoch, unserem letzten vollen Tag, sind wir gemeinsam auf einen Berg gewandert. Dabei wurde uns allen noch einmal bewusst, wie viel wir schon erlebt haben und wie schnell die Woche vergangen ist. Oben angekommen wurden wir mit einer tollen Aussicht und sonnigem Wetter belohnt, perfekt für ein gemeinsames Picknick. Am Abend trafen sich viele von uns noch einmal. Gemeinsam haben wir Zeit verbracht, Spiele gespielt und den letzten Abend bewusst miteinander genossen.
Am Donnerstag hieß es dann Abschied nehmen – und das fiel vielen schwerer als vorher gedacht. In der Woche sind enge Kontakte entstanden, sodass der Abschied emotionaler war als erwartet. Nach der Rückfahrt nach Bilbao und dem Flug zurück nach Deutschland ging es mit der Deutschen Bahn weiter nach Hause. Durch Verspätungen zog sich die Heimreise noch etwas, sodass wir schließlich müde, aber mit vielen neuen Erinnerungen wieder in Hildesheim ankamen.
Besonders in Erinnerung bleiben die vielen gemeinsamen Momente – sei es beim Erkunden neuer Städte, bei Aktivitäten in der Gruppe oder im Alltag mit den Gastfamilien. Vor allem die
Zeit mit unseren Austauschpartnern hat gezeigt, wie schnell man sich trotz kleiner Sprachbarrieren verstehen und näherkommen kann. Viele dieser Erfahrungen und Begegnungen werden uns sicher noch lange begleiten. Wir danken allen, die dieses wunderbare Erlebnis möglich gemacht haben und können alle nur empfehlen im Rahmen von Erasmus+ ins Ausland zu gehen, neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen.


Text: Amelie Tönnies (10c), Bilder: Privat




