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Seit einem Monat bin ich in Deutschland und bis jetzt finde ich alles toll!

Mein Name ist Rachel Butler und ich bin Austauschschülerin aus Chicago, USA. Ich bin siebzehn Jahre alt und ich gehe in die Klasse 10D. Ich bin seit einem Monat in Deutschland und bis jetzt finde ich alles toll. 

Hildesheim unterscheidet sich sehr von meinem Vorort in der Nähe von Chicago und es ist auch natürlich anders als Chicago. In meiner Stadt in den USA gibt es ungefähr 30.000 Einwohner, ein Drittel von Hildesheim. Weil es so klein ist, gibt es nur ein paar Restaurants, ein kleines Kino und keine Fußgängerzone. Ich finde es schön, dass es so viel zu unternehmen gibt in Hildesheim. Es ist auch toll, dass man überall hinlaufen oder mit dem Zug hinfahren kann. Zum Beispiel laufe ich freitags mit Freunden von der Schule bis zur Fußgängerzone, die man problemlos erreichen kann.

Das deutsche Schulsystem unterscheidet sich auch von dem Amerikanischen. Dort haben wir nur die „High School.“ High School ist 9.-12. Klasse. In Amerika gibt es keine unterschiedlichen Schulformen, wie Hauptschule, Realschule und Gymnasium. In meiner Schule in Amerika gibt es ein ähnliches System wie in Deutschland, welches der Gesamtschule ähnelt. Statt verschiedener Schulen haben wir verschiedene Level.

Natürlich gibt es viele Sachen, die in Deutschland anders sind als in Amerika, aber ich glaube, dass der größte Unterschied zwischen den Ländern die Familien sind. Natürlich sind nicht alle gleich, dennoch habe ich den Eindruck, dass die Familien in Deutschland lockerer sind. Ich finde es schön, dass die Eltern hier lockerer sind, nicht weil es weniger Regeln gibt, sondern weil sie offener über alles reden. So kann ich mit meinen Gasteltern über alle Themen offen reden, obwohl ich weiß, dass sie meine „Eltern“ sind. 

Eine Sache, die mich überrascht hat ist, wie viele Begriffe im Deutschen aus dem Englischen übernommen werden. Manchmal frage ich mich, warum ich immer mein Wörterbuch dabei habe und wofür ich immer sehr viele deutsche Vokabeln geübt habe. Anstatt Körpercreme zu sagen heißt es einfach „body lotion“. Anstatt „hinzufügen“ zu sagen heißt es einfach „adden“. Es gibt noch viele Beispiele, und jedes Mal, wenn ich so ein Wort höre, muss ich lachen, weil es total krass ist, dass ein Land mit seiner eigenen Sprache so viel vom Englischen beeinflusst wird. Wenn ich ein Wort auf deutsch nicht kenne, umschreibe ich, was ich sagen will, und normalerweise sagt jemand das Wort. Jetzt weiß ich, dass, wenn ich ein Wort nicht kenne, ich es einfach ohne englischen Akzent sagen kann. Und es funktioniert! 

Ich freue mich auf dieses Jahr in Deutschland und im Scharnhorstgymnasium, und ich hoffe dass ich die Chance habe, sehr viel mehr Schüler kennenzulernen.

 

Rachel Butler, im Oktober 2012 

 

Au revoir Scharnhorstgymnasium – nach sechs Monaten geht es wieder nach Hause

Der Schulleiter Herr Sell, die Betreuerin Frau Bittner und die gesamte Schulgemeinschaft verabschieden Marion

 

Ich heiße Marion und ich bin 16 Jahre alt. Ich komme aus Boulogne sur Mer, das liegt im Norden Frankreichs. Ich habe das Voltaire-Programm gemacht. Das Voltaire-Programm ist ein Austausch zwischen Frankreich und Deutschland, das ein ganzes Jahr dauert. Ich wohnte in Hildesheim vom 1. März 2012 bis zum 16. August 2012. Wenn ich wieder in Frankreich bin, kommt meine Austauschpartnerin Hannah sechs Monate zu mir nach Frankreich.

Am Anfang war es für mich wirklich schwer zu sprechen. Ich konnte fast kein Deutsch, aber jetzt kann ich viel mehr Deutsch sprechen und verstehe die Gespräche. Die Schule war für mich ganz anders als Zuhause, weil ich in Frankreich den ganzen Tag Schule habe. In Frankreich haben wir nur zwei kleine Pausen und eine große Pause für das Mittagessen, aber hier in Deutschland essen die Schüler immer zwischendurch, auch in den kleinen Pausen.

Ich finde, dass die deutschen Kinder selbständiger sind, als die französischen. Sie machen viel ohne ihre Eltern, haben die Nachmittage frei und können allein in die Stadt gehen oder Sport machen. In Frankreich ist das nicht möglich, da die Schule viel Zeit beansprucht und die Schule den ganzen Tag dauert.

Ich finde, dass das Voltaire-Programm ein spannendes Erlebnis ist. Ich habe viele nette Leute kennengelernt. Wenn ihr in das Ausland gehen wollt, würde ich euch das Voltaire-Programm sehr empfehlen !

 

Liebe Marion,

du bist vor 6 Monaten zu uns ins Scharnhorstgymnasium gekommen. Wie wir obigen Zeilen entnehmen konnten, hast du kaum deutsch gesprochen. Dieselben Zeilen belegen aber auch, dass du die Zeit genutzt hast. Am 17. Juli 2012 haben wir dich im Rahmen unserer Schulversammlung verabschiedet.

Die Schulgemeinschaft wünscht auch dir alles Gute und wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

 

Abschied - Meine zehn Monate in Deutschland nähern sich dem Ende

Unsere Austauschschülerin Zuzana mit ihrer Betreuerin Anne Bittner

 

Ich, Zuzana Kozáková, habe viele neue Sachen gelernt, viele Leute kennengelernt und gerade jetzt, wenn ich mich mit meiner Klasse so gut verstehe, muss ich wegfahren. Aber das ist immer so bei einem Austausch. Jetzt habe ich gemischte und komische Gefühle.
Auf der einen Seite bin ich richtig froh, dass ich endlich meine Familie und meine Freunde wiedersehe, aber auf der anderen Seite bin ich auch traurig, dass ich hier alle meine neuen Freunde und meine neue Familie zurücklassen muss. Und die Vorstellung, dass ich kein Deutsch mehr höre, sondern Tschechisch, die Sprache, die ich seit September nicht gehört habe, ist auch komisch.
Ich denke, niemand kann sich vorstellen, welche Gefühle Austauchschüler bei
der Abreise zurück nach Hause haben. Das ist schon etwas Besonderes, das nicht jeder Mensch erlebt.
Auf jeden Fall nehme ich jetzt ganz viele tolle Erlebnisse, Erinnerungen und Erfahrungen mit, die ich erzählen und auf die ich weiter im Leben zugreifen kann.

Schöne Grüße
Zuzana

 

Liebe Zuzana, du bist vor 10 Monaten zu uns ins Scharnhorstgymnasium gekommen und hast kaum deutsch gesprochen. Die obigen Zeilen beweisen, dass du die Zeit genutzt hast. Die Schulgemeinschaft wünscht dir alles Gute und wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Unsere Austauschschülerin Zuzana aus Tschechien stellt sich vor

Hi, I´m Zuzana. I am a girl who wants to spend 10  months in a foreign country. I am from the Czech Republic (no, it isn´t part of Russia and no, we don't speak English in CZE) and I want to go to Germany. I chose AFS organization, because my aunt is a volunteer with  AFS. So in autumn I took stipendiums exams and I succeeded. So I wrote my application and waited for a family...and waited...and waited.

And after all this I took a planey on 10th September. With other students from CZE, who want to go to Germany, we flew to Frankfurt. There we met other students from a lot of countries and we spent the night in Frankfurt. And on 11th  September, we finally arrived  in our families. So I am here...

I live in Harsum with my guestmother and younger guestsister. They are both really nice to me. I attend Scharnhorst Gymnasium, because my guestbrother(who doesn´t live with us) attends this Gymnasium too. I am attending  class 10 now.

Actually there aren't many differences between Germany and CZE. The weather is same, food is mostly same, just maybe some differences in the school system, So our marks are only from 1(the best) to 5 (the worst) and we don´t have any Ausbildung or Praktikum. We also have 13 years of school before graduation. 

And our school is little bit easier, in CZE I go to the Gymnasium, too but the approach of learning is totally different. And also is there are some differences in communication, for example between classmates. Every morning I see that boys are shaking hands to say hello. In CZE this would very polite, normally you say: Hey dude! and that is all.

So now, I have been here for more than 3 months, and I will stay 7 another months. So I hope that everything will be better and  my high priority of staying here -   improving my language - will turn out for the best.

 

Kurzer Bericht von Zuzana Kozáková über ihr Praktikum

Weil ich in der 10. Klasse bin, habe ich auch am dreiwöchigen Praktikum teilgenommen. Es war für mich eine ganz neue Erfahrung, weil es bei uns in Tschechien kein Praktikum oder ähnliches gibt. Ich habe in einer Kindergartenkrippe gearbeitet. Das war eine tolle Zeit für mich. Dort habe ich viele neue Erlebnisse gehabt, die ich in Tschechien nie gehabt hätte.

In der ersten Woche hat mich ein kleines Mädchen jeden Morgen gefragt: „Wie heißt du?"  Es war für mich sehr schön, als sie am darauf folgenden Montag zu mir kam und zu mir sagte: „ Ich weiß, du heißt Zuzana"!  Das hat mich sehr gefreut.

Am letzten Tag war es auch sehr gut. Es hatte geschneit. Ich war mit zwei Kindern auf dem Hof und wir haben zusammen einen Schneemann gebaut. Als die Eltern kamen, haben sie ihnen gezeigt, welchen Schneemann sie mit Zuzana gebaut haben. Ich war sehr glücklich, dass die Kinder mich nicht vergessen haben.

 

Meine Erfahrung in Deutschland

Von Luke Pauls

 

Meine Erfahrung in Deutschland war absolut super. Ich hatte nie gedacht, dass ich so etwas erleben würde, und ich werde es nie vergessen. Es ist am einfachsten, wenn ich weiter auf Englisch schreibe .

 

Like I have already mentioned, my experience in Germany has been absolutely amazing, and I have had the opportunity to get involved in ways that I had never imagined.

 

The Freiwillige Feuerwehr Sibbesse has played a huge part in my three months here in Germany. This is because my “father” here is a volunteer firefighter in the fire department here. Through this, I have been attending the regular meeting of the fire department every Monday evening ever since I arrived in Germany. I have got to know all the guys down at the department over my stay here, and they are all really nice guys. Through becoming involved there, I have even received my own uniform. For the last few weeks I even had the pants, the jacket, helmet, and gloves. If there were to ever be a call, I would be welcome aboard. The fire department has developed as a regular part of my life here, especially because of my enrollment in the Musikzug.

 

Back in my home town, I have been playing trombone in the school band for five years, and was welcome aboard the Musikzug, as Robert pre-warned me to bring my mouthpiece along. It worked out really well, because the Musikzug had a brand new trombone that I could use, and have adopted as “my own” for my stay. I have had heavy involvement in the Musikzug, we’ve performed numerous times, and I have even been able to travel along once to Ostrau, and many other local places. All in all, it’s been a lot of fun, as I have had the opportunity to explore a whole new world of brass-band music, which has been amazing fun.

 

I have gotten a really nice small town experience, and have gotten to know so many people from the town Sibbesse. Relationships are something that has really made my experience here what it was.

 

While I have been here in Germany, our family has also traveled to Bayern for ten days, to visit Robert’s Opa. We did a lot of hiking a mountain touring every day, and gave me a wonderful look at the beautiful Alps, and it was just an all around very enjoyable holiday.

 

We also traveled to the Nordsee for a few days. That was also a nice holiday, and cool to experience huge tide differences on the Nordsee, and to walk around in the “Wattenmeer”. We even went out on a shrimp boat, and did a Schlamm tour, called a “Wattwanderung”.

 

My time at Scharnhorst Gymnasium is a little bit difficult to expand on, because it has played just a small part in my stay here. I also spent the majority of my time at Scharnhorst in the “Glaskasten”, working on the heavy amount of schoolwork I had to keep up with from Canada. However, I must say that it has been neat to experience how different school in Germany is here. A highlight for me in school here has definitely been gym class. I have also gotten a little bit better at playing soccer, and look forward to taking those little bit of extra skills home with me.

 

I really enjoyed my time in Germany, and would love to come back sometime, mainly to see all the people that I have got to know quite well in our town Sibbesse.

Danke für den guten Erfahrung.

Tschüss!

 Luke

                                             

 

Betreuungslehrerin Frau Bittner, Gastgeber Robert und Gastschüler Luke

Kanada-Austausch Winnipeg/Manitoba 2010

Ein Erfahrungsbericht von Robert Bernhard, Klasse 10b (Dezember 2010)

Anmeldung zum Austausch

Mitte 2009 kam mein damaliger Englischlehrer mit einem Flyer zum Thema Kanadaaustausch auf mich zu. Ich war sofort interessiert, da ich ohnehin plante, 2010 ins Ausland zu gehen. Wohin, war erstmal zweitrangig. Hauptsache in ein fremdes, englischsprachiges Land.

Ich rechnete mir nicht allzu hohe Teilnahmechancen aus, da insgesamt nur für 15 Schüler aus Niedersachen Platz war. Im Winter `09 bekam ich Post vom Kultusministerium, ich sei in der nächsten Auswahlrunde. Jedoch war dies noch keine Zusage.

Zu Ostern 2010 sandte mir jemand namens Luke Pauls eine E-Mail, komplett auf Englisch. Darin sagte er, dass er sich schon sehr auf mein Kommen freue. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich überhaupt keine Idee, wer Luke ist, bis ich begriff, dass er mein zukünftiger Austauschschüler war. Wir nahmen E-Mail Kontakt auf. Zwei Wochen später bekam ich Post vom Kultusministerium Niedersachsen, man hätte jemanden für mich gefunden…

Aufbruch nach Kanada

Am 22.08.2010 ging mein Flug. Am Vortag hatte ich noch ein Motocrossrennen, welches ich aber aufgrund des hohen Verletzungsrisikos nur als Zuschauer genoss. Mein Koffer stand schon in der Tür. Das zulässige Höchstgewicht beträgt nur 23 kg! Da bleibt nicht viel Platz für persönliche Gegenstände oder Gastgeschenke.  Nachts um 3.30 Uhr wurde ich von meinen Eltern zum Flughafen Hannover gefahren. Dort traf ich auf die anderen Austauschschüler. Nach dem Einchecken blieb nur noch der Abschied von meinen Eltern. Ich ging durch die Sicherheitskontrolle und würde sie dann 3 Monate lang nicht sehen.

 Die anderen Austauschschüler waren alle sehr nett und wir knüpften schnell Kontakt. Und dann ging der Flug von Hannover nach Frankfurt auch schon los. 50 Minuten später, in Frankfurt, trafen wir auf die Hamburger Austauschschüler. Wir hatten zwei Stunden Wartezeit auf den Flieger nach Toronto. Der Flug selbst war eigentlich gar nicht anstrengend, trotz der Länge von 7 Stunden 30 Minuten. Geschlafen habe ich überhaupt nicht, da sich mein Sitznachbar als guter Gesprächspartner herausstellte. In Toronto hatten wir wieder eine lange Wartezeit bis zum nächsten Flug. Die letzte Flugetappe nach Winnipeg dauerte nur noch 2 Stunden. Langsam steigerte sich die Nervosität - was erwartete mich?

Ankunft

In Winnipeg angekommen gab es ein riesiges Begrüßungsfest für uns Austauschschüler in der Flughafenhalle. Nur meine Gastfamilie war noch nicht da. Einige Zeit später tauchte sie dann doch zum Glück auf: Art, Karin und Luke. Der erste Eindruck: Sehr nette Leute! Die Anspannung löste sich sofort.

Aufenthalt

Die Zeit in Kanada war viel zu kurz und super schön. Ich hatte großes Glück, in eine sehr aufgeschlossene Familie zu kommen, die ein großes Stück Land und ein hübsches Haus besitzt. Luke und ich haben tolle Sachen unternommen, vom Motocross über Wasserski bis hin zur Rehjagd.

Das Wetter war bis zum Ende immer gut und so war es uns möglich, fast jeden zweiten Tag hinaus zu fahren, um das kanadische Country mit Quad und Motorrad unsicher zu machen. Meistens sind wir verrückte Sprünge und Stunts in den Sandgruben gefahren, die es fast überall im Umkreis gab.  

Gegen Ende meines Aufenthalts hatte ich die Möglichkeit, mit meiner Gastfamilie auf die Jagd zu gehen. Es war ein tolles Erlebnis, das Wild in der Natur bei Sonnenaufgang zu erleben.

Schule in Kanada

Zur Schule bin ich in das River East Collegate in Winnipeg gegangen. Eine High-School mit 1200 Schülern, die alle in den Klassen 10 bis 12 sind. Der Unterricht ist im Vergleich zu deutschem Unterricht sehr frontal, das heißt der Lehrer spricht, die Schüler machen Notizen. Man hat täglich bis zu 5 Fächer, die man selbst wählen kann. Jede Unterrichtsstunde ist 106 Minuten lang, was für mich eine große Umstellung war. Ich hatte jeden Tag denselben Unterricht: Physik, Englisch, Canadian History und Mathe, wobei einige Lehrer mehr Rücksicht auf uns Austauschschüler genommen haben, als andere.  Die Sprache war für mich kein Hindernis in der Schule. Der Unterricht ist für uns Deutsche recht einfach, da wir weiter fortgeschritten sind, besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern.

Rückkehr

Am 14.11.2010 ging es schon wieder nach Hause. Drei Monate fühlen sich kurz an, wenn man so viel erlebt hat. Der Abschied war schwer. Hoffentlich werde ich wiederkommen können, um meine tolle Gastfamilie und die vielen neuen Freunde wieder zu sehen.

Luke kommt auch nach Deutschland!

Ein kleiner Trost ist das Wissen, dass Luke im Frühling 2011 zu uns nach Deutschland kommen wird. Wir planen schon für ihn und haben bereits viele Ideen für gemeinsame Unternehmungen.

Dank

Zum Schluss möchte ich mich sehr herzlich bei meinem Klassenlehrer, Herrn Menz, sowie Frau Krause und Frau Bittner  und meinen Eltern bedanken, dafür, dass sie es mir ermöglicht haben nach Kanada zu fliegen.

Die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch teilzunehmen, so mein Fazit, darf man sich unter gar keinen Umständen entgehen lassen.

 

Ein neues Hobby...
...und eine neue Familie
Wurde das Essen...
...etwa selbst erlegt?

Auf Wiedersehen, Nicolas!

Von Null auf Hundert… Nicolas hat hervorragend Deutsch gelernt!

Nicolas Cruz, Gastschüler aus Kolumbien, konnte ein Jahr lang am Scharnhorstgymnasium Deutsch lernen. Leider ist seine Zeit bei uns sehr schnell vergangen, und er hat uns ein paar Zeilen zum Abschied geschrieben. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und hoffen, dass er viele positive Eindrücke aus Deutschland mit nach Hause nimmt.

 

Ist das schon das Ende???    

Ja, jetzt ist es so weit, und ich muss meinen Abschiedsartikel schreiben. Jetzt ist mein Kopf voll von Erinnerungen, und ein bisschen traurig bin ich auch. Ich war hauptsächlich hier weil ich die Sprache lernen wollte, und einige Kenntnislücken füllen, die ich in Kolumbien wegen persönlicher Probleme nicht lernen konnte. Allerdings habe ich auf meinen Weg sehr nette und hilfsbereite Leute getroffen.

Mein Zeit hier in Deutschland war wie eine Achterbahn: ich hatte sehr glückliche Momente, in denen ich gelacht, geredet, und Spaß gehabt habe; und auch sehr schwierige Momente in denen ich geweint und geschwiegen habe. Aber ich wollte diesen Austausch machen, weil ich mich auch herausfordern wollte, und probieren, wie das Leben hier sein könnte. Trotzdem hatte ich schöne und interessante Erlebnisse. Ich habe den Schnee kennen gelernt (und auch habe ich gefroren), den entzückenden Frühling gekannt, den magischen Sommer erlebt, und den komischen Herbst überlebt.

Aber das hätte ich nicht allein machen gekonnt. Ich hatte eine sehr nette Gastfamilie, ohne welche mein Erlebnis ganz anders gewesen wäre. Sie waren nicht nur nett zu mir gewesen, waren nicht nur da wenn ich sie gebraucht habe, hatten nicht nur Geduld am Anfang des Programms (man hat es gebraucht), sondern haben sie auch mir dabei geholfen, dass ich die richtige Entscheidung für meine Zukunft getroffen habe. Ich habe viele Dinge von ihnen gelernt (die ich bestimmt in Kolumbien anwenden werde), und bin fröhlich, dass ich bei ihnen gelandet bin.

Auch bin ich mit meinen Lehrern dankbar dafür, dass sie auch Geduld mit mir gehabt haben, und waren für mich da, wenn ich sie brauchte. Besonders möchte ich Frau Schlosser und Frau Salaske danken; ohne sie hätte ich die Sprache nicht so gut gelernt. Ich möchte auch Frau Bittner danken, weil sie mir auch geholfen hat, und Herrn Kubisch, weil er mir die Physik verständlicher gemacht hat, und mir die Motivation für dieses wundervolle Fach „geweckt“ hat. Frau Wessel, (und wieder) Frau Schlosser und Frau Salaske möchte ich auch herzlich danken, weil sie für mich da waren, als ich unter schwere Umstände lag. Und natürlich danke ich meinen Klassenkameraden und den anderen Lehrern, mit denen ich Unterricht gehabt habe.

Ob das nun schon das Ende ist??? Ich glaube nicht. Für mich, ist das nur der Anfang einer neuen Etappe in meinem Leben. Die Dinge, die ich in meinem Austausch gelernt habe, werde ich in der Zukunft bestimmt verwenden. Und wer weiß?, vielleicht einige Jahre in der Zukunft, kommt wieder ein Kolumbianer am Scharnhorst Gymnasium vorbei, grüßt, wenn er Glück hat, seine damalige Lehrer und Klassenkameraden. Alles ist nur eine Frage der Zeit ...

Nicolás Cruz

Willkommen, Atsuko!

Atsuko Chinen ist 16 Jahre alt und kommt aus Japan, um ein Jahr in Deutschland zur Schule zu gehen und Deutsch zu lernen. Sie wird von der Austauschorganisation Experiment e.V. unterstützt und ist bei ihrer Gastfamilie Diehl zu Hause. Sie besucht den 11. Jahrgang am Scharnhorstgymnasium und erhält Unterricht in ausgewählten Kursen. Hier ist ihr erster Bericht (noch auf Englisch)…

 

Starting my life in Germany

More than two months have already passed since my first school day in Germany.

Before that, we Japanese exchange students stayed nearby and learned German for one month in groups. After that every Japanese then moved on to a new host family and now goes to school in different places.

When I came to school for the first time, I was surprised about the students because they were all of different ages. That is not normal in Japan.  Normally Japanese children at the age of 7 to 12 go to elementary school, at the age of 13 to 15 to junior high school  and at the age of 16 to 18 to high school.

I was very nervous and couldn´t communicate actively at that time. But luckily some people talked to me and I could make some friends.  I felt very happy.

In the classes, I couldn’t understand anything and I was just listening and looking at them all during the classes.  But, now,  thanks to teachers and friends, my German becomes better and better every day. I still can’t understand everything. But of course I want to learn more German. So, I am very happy if you talk to me and teach me German or something about Germany.

I am  staying with the Diehl family. They are very nice to me. We went to Berlin for sightseeing during fall vacation. I saw some famous buildings. They were very beautiful and exciting for me. I was very tired  but definitely had a good time.

In my opinion, there are big differences between Japan and Germany in food and communication.

We Japanese people often eat rice as a staple food whereas German people  often eat bread or potatoes. So it took me a few days to adapt to that.

I think communication of Germans is similar to the one in the USA.

In Japan, girls and boys don’t hug each other. Even a hug between girls is not very normal.

But, I think it´s a good culture to hug each other. Japanese should be more friendly(?)haha

I will stay here 9 more months.

I am looking forward to experiencing many things in German during my exchange year.

 

Thanks for everything, Atsuko Chinen (2010)

Für ein Jahr von Kolumbien nach Hildesheim

„Germany is really different from Colombia“. That was the sentence that was rounding in my head my first days, those which were my first days that I've been further than my home. The language, the food, which is eaten mostly cold in the morning, without a cup of coffee or hot chocolate, or that in the afternoon it has not a strong quantity as in Colombia, and that there is more amount of it in the evening, contradicting that in Colombia it's on the contrary, and the people don't carry the pots or the drinks to the table to choose what to eat and to drink (because all of that is done in the kitchen); some customs that in Colombia would be impolite or weird, like blowing your nose in front of everyone, or taking a shower without any curtain or screen after any sport lesson, in front of your partners; and the mood of the people has shown me that Germany has a really advanced open-minded culture. Thanks to that fact my adaptation to this awesome culture had been easier than I thought before I came here.

„In Germany people are really cold and bitter!“.“Germany is full of skinheads!“.“Maybe you can't get used to the food!“

Those were the sentences that I was used to hear when I was in Colombia, but they were only made of prejudices. And when I arrived I realised that they were just that: prejudices and stereotypes, maybe formed because of the fear of the unknown.

Actually people here are really nice, I may say as nice as in Colombia; like showing me a little bit of their culture with every word they say.

The weather is really different from the one in my country, I don’t understand how can it be so cold! But in my first days I experimented the feeling of the snow on my bare hand. It was cold, but really beautiful on my skin. Then I thought the cold was worth it, because snow is one of the most beautiful things that I've seen in my life. I say that because there is not snow in Colombia. And looking at the snow falling onto the landscape makes me really relax.

Sometimes I think that the language doesn't want to make itself easier to learn and that produces a feeling of loneliness, but in spite of that I know that there are people willing to help me and to support me, like my host family, my family in Colombia, my teachers and my classmates. I hope I can learn the language fast, and then, to start to reach my goals. As it´s said in Colombia, „I just have to give time to the time...“

Nicolas Cruz, March 2010 in Hildesheim

Deutschland ist nicht Paraguay!!

 

Mein Name ist Luis Carísimo und ich komme aus Paraguay in Südamerika. Für ein Schuljahr besuche ich als Austauschschüler das Scharnhorstgymnasium in Hildesheim. Es ist eine interessante und wichtige Zeit für mich. So viele Dinge in Deutschland sind anders als in Paraguay. Zuerst Europa selbst, und spezifisch Deutschland. Alles ist so schön, bequem, neu. Es ist nicht wie in Südamerika. Wir haben keine Züge, keine schönen Busse und so viele andere Sachen, die es nur hier gibt. Alles hier ist sehr organisiert und pünktlich, man lebt in einem anderen System als wir in Südamerika. Bei uns ist fast alles unorganisiert, man ist nicht unbedingt pünktlich, dafür ein wenig faul. Das heißt, jeder macht seine Sachen auf seine Art und in seinem eigenen Tempo.

Die Menschen in Südamerika sind anders als in Deutschland. Sie sind offener, sehr freundlich und gehen schnell auf andere zu. Die Menschen in Deutschland sind auch freundlich, aber man hat mehr Distanz zueinander.

Die Sicherheit hier ist auch viel besser, man muss sich nicht sorgen um seine eigene Sicherheit, z.B. wenn man am Abend über die Straße läuft. Da muss man in Paraguay sehr aufpassen! Man darf nicht alleine zu Fuß gehen, oder auf dunklen Straßen. Es gibt viele Menschen, die gesellschaftlich ausgegrenzt werden, weil sie arm sind, keine Bildung haben und in Favelas leben. Sie können leicht gefährlich werden, weil sie sich gegen die herrschende Gesellschaftsordnung wehren wollen. Nicht nur abends, auch tagsüber muss man sehr vorsichtig sein, immer!

Auch die Schule ist ganz, ganz anders. Wenn man hier eine Arbeit schreibt, bekommt man normalerweise ein paar Fragen und mit den Antworten dazu muss man so viele Blätter beschreiben! Wir bekommen meistens nur „multiple choice“-Tests und müssen auch ein bisschen schreiben, aber viel weniger. Das Verhältnis zu den Lehrern ist auch ein anderes, hier muss man sehr viel Respekt haben, wenn man mit einem Lehrer spricht. Bei uns sind die Lehrer wie Freunde. Man behandelt sich auch mit Respekt, aber wir können mit ihnen auch gut über alles sprechen ohne uns schüchtern oder verlegen zu fühlen. Im Unterricht sind die Lehrer Lehrer, aber außerhalb des Unterrichts sind sie eher Freunde.

Etwas das ich auch anders finde, ist das Wetter! Hier ist es sehr kalt! Viel kühler als in Südamerika im Allgemeinen. Bei uns sind 30°C normal. Im Sommer mehr, 48 bis 50 Grad!

Es ist auch interessant in einem neuen Lebensrhythmus einzutauchen! Man kann so viele neue Sachen und nette Leute, auch den deutschen „way of life“ und deutsche Traditionen kennen lernen. Wenn man lange in einem anderen Land wohnt, kann man alles „in einem neuen Licht“ sehen und Dinge ganz anders denken als man früher geglaubt hat.

Ich bin glücklich, dass ich mein Jahr hier in Deutschland verbringen kann. Vielleicht kann ich auch dazu beitragen, dass die Menschen hier ein bisschen mehr über Südamerika erfahren. Wenn wir uns kennen lernen, können wir uns verstehen lernen.

Luis Carísimo